Dich wichtigsten Informationen zu Massivholzmöbeln

Letztes Update: 08.12.22

 

Massviholzmöbel – welche Vorteile und Nachteile haben sie? Massivholzmöbel gelten für viele als die hochwertigsten Möbelstücke, die man sich ins Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer oder die Küche stellen kann. Doch was genau macht sie eigentlich aus und welche Vorteile und Nachteile haben sie im Vergleich zu anderen Materialien wie Spanplatte, Metall oder MDF? 

Diesen Fragen haben wir uns in diesem Artikel gewidmet, um Ihnen einen bestmöglichen Überblick über die wichtigsten Kaufkriterien zu verschaffen, die für bzw. vielleicht auch gegen die Anschaffung von Massivholzmöbeln sprechen.

 

Vor- und Nachteile von Massivholzmöbeln im Überblick

Wenn man sich Testberichte zu Esstischen oder anderen Möbelstücken anschaut, sind häufig verschiedene Arten von Möbeln vertreten. Die gängigsten Varianten sind Möbel aus mitteldichter Faserplatte (MDF), die foliert oder lackiert sind, Spanplatten-Möbel mit einer Dekorfolie sowie Möbel aus Metall, Glas und Massivholz. 

Nicht selten sind Massivholzmöbel die teurere Variante; insbesondere, wenn es sich um  Möbel aus Hartholz wie Eiche, Birke oder Buche handelt. Günstiger sind meist Weichhölzer wie Fichte, Kiefer oder Pinie, da sie schlichtweg schneller wachsen, in ihrer Struktur aber weicher sind. Einen Mittelweg – sowohl preislich als auch hinsichtlich des Härtegrads – stellen Möbel aus tropischen Hölzern wie Akazie oder Teak dar. 

Damit Sie besser abwägen können, ob Massivholz für Sie überhaupt in Frage kommt, haben wir im Folgenden die wesentlichen Vorteile und Nachteile von Möbeln aus Massivholz für Sie übersichtlich zusammengefasst. 

 

Vorteile von Massivholzmöbeln

Werfen wir zunächst einen Blick auf die fünf wichtigsten Vorteile, die Ihnen Möbel aus Massivholz bieten.

 

• Massivholzmöbel regulieren die Luftfeuchtigkeit

Man merkt es schon an der Raumluft, wenn man in einen Raum kommt, in dem Möbel aus Massivholz stehen. Massivholz – sofern es nicht lackiert ist – nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie auch wieder ab. Dies sorgt für eine natürliche Regulierung des Raumklimas. Man riecht es also förmlich, wenn ein Raum mit Massivholzmöbeln bestückt wurde. Das gesunde Raumklima wirkt sich auch sehr positiv auf den Schlaf aus. 

So kommt beispielsweise bei einem Bettgestell in 180×200 cm einiges an Material zusammen. Ist es aus Massivholz gefertigt, kann es zusammen mit dem Kleiderschrank entscheidend zur Verbesserung des Raumklimas im Schlafzimmer und damit auch der Schlafqualität beitragen. Wenn Sie häufig mit Kopfschmerzen aufwachen und kein ideales Klima in Ihrem Schlafzimmer herrscht, ist ein Umstieg auf Massivholzmöbel auf jeden Fall einen Versuch wert.

 

• Massivholzmöbel sehen schick aus

Massivholzmöbel müssen keineswegs rustikal und altbacken sein. Es gibt heute Massivholz in allen nur erdenklichen Formen, Größen, Farben und Stilrichtungen. Eine Besonderheit ist dabei sicherlich, dass sich Massivholz spielend mit anderen Materialien wie Metall, Glas oder auch MDF und Kunststoff kombinieren lässt.

So müssen Sie zu einem massiven Esstisch keineswegs auch Massivholzstühle stellen; auch Stühle mit Polsterbezug oder Stühle aus Metall, Kunststoff & Co. lassen sich hervorragend dazu kombinieren. Obwohl beim Thema Massivholz nach wie vor viele das typische Bild einer Eiche-Rustikal-Wohnwand aus den 70ern im Kopf haben, hat sich seither einiges getan. Massivholz ist moderner, universeller und in vielerlei Hinsicht auch funktionaler und filigraner geworden.

 

Massivholzmöbel wirken antistatisch

Besonders, wenn Sie an einem Esstisch sitzen, an dem Sie auch arbeiten oder Ihren Laptop nutzen, macht sich dieser Effekt sehr positiv bemerkbar. Im Gegensatz zu Oberflächen aus Kunststoff wird es an einem Esstisch aus Massivholz deutlich weniger häufig vorkommen, dass eine statische Entladung auftritt. Gerade aber massive Tische aus Hartholz können schnell sehr teuer werden, wenn man sie mit günstigen Tischen aus Metall oder Spanplatte vergleicht. Daher bieten heute Hersteller wie vidaXL Esstische aus Materialkombinationen an, denn Holz lässt sich hervorragend mit Metall und anderen Materialien kombinieren. Das sieht nicht nur schick aus, sondern kann sich auch positiv auf die Kostenstruktur auswirken.

 

• Massivholzmöbel können ausgebessert werden

Wenn Schäden an Möbelstücken entstehen, ist das immer ärgerlich. Besonders ärgerlich ist es bei folierten oder furnierten Möbeln, denn hier kann ein Schaden in der Oberfläche dazu führen, dass Feuchtigkeit in den Spanplatten- oder MDF-Kern eindringen kann. Dadurch quillt das Material auf und wird unbrauchbar. Das ist bei Massivholzmöbeln nicht der Fall. 

Leichte Beschädigungen in der Oberfläche können Sie bei Massivholz sogar selbst reparieren. Wenn beispielsweise Macken in einem Esstisch entstanden, die Holzfasern aber nicht gebrochen bzw. gerissen sind, können Sie das Holz anfeuchten, ein feuchtes Tuch darüber legen und es mit einem heißen Bügeleisen bügeln. So zieht sich das Holz wieder in seine Ursprungsform zurück. Darüber hinaus lassen sich Massivholzmöbel anschleifen, um sie wieder glatt zu bekommen und Sie können gut mit Möbelwachs Stellen ausbessern. All das ist bei Möbeln aus Kunststoff, Metall oder anderen Materialien nicht möglich.

 

Massivholzmöbel halten ein Leben lang

Mit der richtigen Pflege halten Massivholzmöbel ein Leben lang. Da Bohrlöcher, Schrauben und Scharniere fest im Holz verankert sind und nicht so leicht ausreißen, wie bei Spanplatten-Möbeln, können Sie an einem massiven Möbelstück ein Leben lang Freude haben. Auch ein mehrmaliger Auf- und Abbau von Möbelstücken aus Massivholz ist in der Regel kein Problem. 

Sehr einfach verarbeitete Möbel aus Spanplatte neigen hingegen dazu, anfälliger gegenüber Beschädigungen wie herausgebrochenen Schrauben oder Dübeln zu sein. Hierbei wird es dann sehr schwierig, das Möbel wieder mit der gleichen Stabilität zu montieren, wie es vorher war. 

 

Nachteile von Massivholzmöbeln

Neben den Vorteilen müssen Sie bei Massivholzmöbeln aber auch mit einigen Nachteilen leben, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Nachteile von Massivholzmöbeln für Sie zusammengefasst.

 

Massivholzmöbel sind häufig recht preisintensiv

 

• Massivholzmöbel müssen gepflegt werden

Massivholz ist im Gegensatz zu Folie, Metall oder Glas ein rein natürliches Material. Es ist offenporig, kann Feuchtigkeit aufnehmen und es arbeitet im Laufe der Zeit. Gerade auch in der kalten Jahreszeit, wenn wir viel mit Elektroheizungen oder generell Heizkörpern heizen, kann sich das negativ auf das Holz auswirken; es trocknet aus und kann sogar reißen. Daher muss nicht lackiertes Massivholz regelmäßig mit einem Massivholzöl behandelt werden. 

Das hat nicht nur zur Folge, dass es nicht mehr reißt, sondern sorgt auch dafür, dass das Holz gesättigt bleibt und Flüssigkeiten nicht sofort vollständig absorbiert. Das ist besonders bei Esstischen aus Massivholz wichtig. Wenn einmal etwas umkippt oder etwas von der Soße auf dem Tisch landet, sollte man es einfach abwischen können, ohne dass es gleich ins Holz einzieht. Das erreichen Sie, indem Sie es mit einem natürlichen Öl behandeln. Je höher der Wachsanteil des Massivholz-Pflegeöls, desto besser ist es vor eintretender Flüssigkeit geschützt.

Im Vergleich zu Möbeln aus Metall oder Kunststoff bzw. auch lackierten Möbeln, ist Massivholz damit deutlich pflegeintensiver. Denn glatte Oberflächen aus Kunststoff müssen Sie natürlich nicht ölen oder behandeln. 

 

Gewicht von Massivholzmöbeln

Massivholz ist im Vergleich zu Spanplatte deutlich schwerer. Das trifft besonders auf harte Hölzer wie Buche oder Eiche zu. Während ein Esstisch aus Fichte oder Kiefer noch durchaus gut bewegt und verschoben werden kann, ist ein stämmiger massiver Eichetisch unter Umständen gar nicht mehr von einer Person bewegbar. Insbesondere wenn es um das Putzen der Wohnung oder Saugen unter dem Bett geht, können schwere Massivholzmöbel dahingehend zum Problem werden.

 

Fazit zu Möbeln aus Massivholz

Unterm Strich haben Massivholzmöbel zweifelsfrei mehr Vorteile als Nachteile. Als Möbel aus einem nachwachsenden Rohstoff sind sie zudem ökologisch sinnvoll, sofern das Holz nicht von gefährdeten Arten oder nicht nachhaltig gewonnen wurde. Tipp: Achten Sie auf die Gütesiegel. Insbesondere Möbel aus heimischen Harthölzern können aber sehr preisintensiv sein, so dass sie sicherlich nicht für jeden in Frage kommen werden. 

Wenn Sie Wert auf solide Möbel aus massivem Holz legen, aber nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchten, können wir Ihnen Pinie-, Fichte- und Kiefermöbel empfehlen. Sie haben die guten Eigenschaften von massivem Holz, sind aber deutlich günstiger als Möbel aus Buche, Eiche & Co. Im Gegenzug müssen Sie allerdings insbesondere bei Kiefernholzmöbeln mit deutlich mehr Astlöchern sowie einem weicheren Material leben, als es bei Hartholz der Fall wäre. 

Wir empfehlen Massivholzmöbel insbesondere für den Wohn- und Schlafbereich, denn hier wirken sich die Eigenschaften auf die Raumluft und Luftfeuchtigkeit besonders positiv auf Sie aus. Sie schlafen schlichtweg mit einer gesünderen und besseren Luft, wenn Sie im Schlafzimmer Massivholzmöbel einsetzen, die nicht lackiert sind. Bei kleinen Beimöbeln, dem Esstisch oder auch den Fronten in Ihrer Küche können Sie hingegen ohne große Nachteile auf andere Materialien zurückgreifen, die gegebenenfalls auch deutlich günstiger sind. 

 

 

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