Kaufberatung für das beste Abfalleimer-System in Ihrer Küche

Letztes Update: 22.04.24

 

Wenn es um die Küchenplanung geht, fristet das Abfallsystem oft ein Schattendasein. Doch es ist durchaus lohnenswert, sich bereits bei der Planung mit guten Lösungen für die Müllsortierung und das Abfallmanagement im Allgemeinen zu befassen. In unserem Guide zu Abfalleimer-Systemen verraten wir Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl eines guten Mülleimers in der Küche achten sollten, welche Arten es gibt und welche Ausstattungsmerkmale sinnvoll sind, um für Sauberkeit und Ordnung in der Küche zu sorgen.

 

Arten von Abfalleimern 

Damit Sie bei einem guten Abfalleimer-System jede Art von Müll entsorgen können, werfen wir zunächst einen Blick auf die verschiedenen Abfalleimer für die Küche, die Sie in ein solches System integrieren können. 

Abfalleimer für Restmüll 

Der Restmüll-Abfalleimer ist neben dem Biomüll sicherlich der wichtigste Abfalleimer, den Sie in der Küche haben sollten. Er ist für allgemeine Küchenabfälle gedacht, die in keinem der anderen Eimer entsorgt werden können. Dazu können auch nicht recyclingfähige Materialien oder Restabfälle gehören, die nicht in den Biomüll dürfen. Da verschiedene Materialien in ihm entsorgt werden, sollte er über einen fest schließenden Deckel verfügen, um Gerüche einzuschließen und Ungeziefer fernzuhalten.

Bio-Abfalleimer

Ein Bio-Abfalleimer ist für organische Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Eierschalen bestimmt. Er wird in der Küche mehrmals täglich gebraucht und es macht Sinn, ihn in das System zu integrieren, damit Sie nicht unnötig häufig lange Wege zur Biotonne nehmen müssen. Durch die Gerüche, die sich entwickeln können, muss er unbedingt über einen luftdichten Deckel oder eine Filtertechnologie als Luftreiniger verfügen. So werden Gerüche eingeschlossen und die Ausbreitung von Bakterien reduziert.

Plastikmüll-Abfalleimer

Solche Abfalleimer sind speziell für Plastikverpackungen wie Plastik-Einwegflaschen, Tüten und Verpackungen vorgesehen. Idealerweise hat er eine große Öffnung und bietet viel Platz, da er im Alltag häufig genutzt wird. Insbesondere in Familien sammelt sich über den Tag hinweg wohl oder übel viel Plastikmüll an. Da kleine Abfalleimer für Plastikmüll schnell überfüllt sein können, muss er sicherlich nicht unbedingt in ein Abfallsystem integriert werden. 

Eine große Abfalltonne für Plastikmüll  im Abstellraum oder in der Garage kann für viele ebenfalls in Frage kommen. Wenn es der Platz in der Küche hergibt, ist ein Abfalleimer für Plastikmüll aber eine sinnvolle Ergänzung. Manche Modelle verfügen über eine Komprimierungsfunktion, was den Platzbedarf deutlich reduziert.

Abfalleimer für Papiermüll

Abfalleimer für Papiermüll dürfen natürlich in keinem Büro fehlen. Doch auch in der Küche kann es sinnvoll sein, einen solchen Eimer in das Müllsystem zu integrieren. So können Sie Zeitungen, Zeitschriften und Pappverpackungen schnell und einfach entsorgen. Es gilt hier hinsichtlich des Platzbedarfs und der Größe der Öffnung aber das gleiche wie für Plastikmüll-Abfalleimer. Ob Sie ihn in der Küche brauchen, bleibt letztendlich Ihnen überlassen.

Materialien von Abfalleimern

Wenn Sie sich für ein Abfalleimer-System entscheiden, sollten Sie sich unbedingt auch über die verschiedenen Materialien Gedanken machen, die in Frage kommen. Im Wesentlichen wird zwischen drei verschiedenen Arten von Materialien für Mülleimer unterschieden:

Edelstahl: Edelstahl-Abfalleimer sind robust, langlebig und leicht zu reinigen. Das Material ist zudem säureabweisend und geruchsneutral. Dadurch ist es besonders für Restmülleimer und den Biomüll ideal geeignet. Allerdings liegen Edelstahl-Abfalleimer preislich auf einem recht hohen Niveau.

Kunststoff: Kunststoff-Abfalleimer sind sehr leicht, in vielen Farben erhältlich und lassen sich leicht reinigen. Kunststoff ist im Vergleich zu Metall deutlich günstiger. Gerüche können sich jedoch leichter in ihnen festsetzen und es treten mitunter deutlich schneller Abnutzungserscheinungen auf.

Beschichtetes Metall: Abfalleimer aus beschichtetem Metall vereinen die Vorteile von Metall- und Kunststoff-Mülleimern miteinander. Sie sind leicht zu reinigen, geruchsneutral, säureabweisend und gleichzeitig recht leicht und preiswert. Es stehen verschiedene Farben und Arten von Oberflächen zur Wahl, allerdings sind sie anfälliger für Kratzer und Abplatzungen der Farbschicht.

 

Ausstattungsmerkmale und wichtige Aspekte

Abfalleimer können mit verschiedenen Funktionen und Mechanismen ausgestattet sein. Je nach Ausstattung kann das Abfallsystem sehr günstig oder recht preisintensiv sein. Die gängigsten Ausstattungsmerkmale, auf die Sie beim Kauf achten sollten, haben wir im Folgenden kurz für Sie zusammengefasst. So können Sie sich im Preisvergleich einen besseren Überblick über das Angebot verschaffen.

Fassungsvermögen: Wählen Sie einen Abfalleimer mit ausreichendem Fassungsvermögen, um den täglichen Abfall aufnehmen zu können. So ersparen Sie sich zudem ein zu häufiges Entleeren, was den gesamten Entsorgungsvorgang effizienter macht.

Deckelmechanismus: Ein guter Abfalleimer sollte über einen stabilen Deckel verfügen, um Gerüche einzuschließen und Ungeziefer fernzuhalten. Bei Papier- und Plastikmüll können Sie darauf natürlich verzichten. Automatische Deckelöffner oder Pedalmechanismen ermöglichen eine berührungslose Bedienung, was besonders praktisch im Alltag ist.

Einbaumechanik: Einbau-Abfalleimer sind in Küchenschränken integriert und sind daher in der Küche erst auf den zweiten Blick sichtbar. Um ein Abfallsystem in einen Unterschrank wie den Spülenunterschrank zu integrieren, benötigen Sie aber recht viel freien Platz im Schrank. Sie sind aber natürlich in verschiedenen Größen erhältlich und können durch einen Schranktüröffner oder einen Fußmechanismus bedient werden. Die Installation ist hierbei aufwändiger und es kann sinnvoll sein, sich für ein System aus nur zwei Mülleimern für Bio- und Restmüll zu entscheiden, und Kunststoff und Papier separat zu entsorgen.

Innenbehälter: Ein herausnehmbarer Innenbehälter erleichtert das Entleeren und Reinigen des Abfalleimers. Stellen Sie sicher, dass er auslaufsicher ist und sich leicht entnehmen lässt, ohne dass Sie mit dem Abfall in Berührung kommen.

Geruchskontrolle: Abfalleimer mit speziellen Geruchsfiltern und/oder dicht aufsitzenden Deckeln helfen dabei, unangenehme Gerüche einzudämmen. Insbesondere bei der Verwendung eines Bio-Abfalleimers im Sommer ist das unerlässlich.

Einbau-Abfalleimer vs. freistehende Abfalleimer

Einbau-Abfalleimer bieten den Vorteil, dass sie diskret in die Küchenschränke integriert sind und dadurch den sichtbaren Abfall minimieren. Sie sind ideal für Küchen mit begrenztem Platz außerhalb der Küchenschränke. In der Regel werden sie im Spülenschrank integriert. Freistehende Abfalleimer sind hingegen deutlich einfacher zu montieren, besser zugänglich und entsprechend flexibel, was die Platzierung angeht. Zudem liegen sie preislich üblicherweise auf einem geringeren Niveau. Wenn Sie viel Platz in der Küche haben, können Sie bei freistehenden Modellen zudem auf Abfallsysteme mit mehr Eimern und mehr Volumen zurückgreifen, als sie im Küchenschrank Platz finden würden.

 

Abschließende Gedanken zu Müllsystemen in der Küche

Bei der Auswahl des idealen Abfalleimer-Systems für Ihre Küche ist es wichtig, Ihre Anforderungen, Ihr Budget und den verfügbaren Platz in der Küche zu berücksichtigen. Entscheiden Sie sich für ein Material und überlegen Sie, welche der vier Abfallarten Sie in Ihrer Küche entsorgen möchten. Mit einem gut an Ihre Anforderungen angepassten System können Sie die Mülltrennung sehr effizient und komfortabel gestalten

Achten Sie beim Kauf auf jeden Fall auf die Ausstattungsmerkmale und vergleichen Sie Preise, denn Abfallsysteme gibt es in sehr unterschiedlichen Preislagen. Je nach Bedarf können Sie zwischen Einbau-Abfallsystemen und freistehenden Varianten wählen. In jedem Fall sollte ein guter Abfalleimer für Rest- und Biomüll stets gut verschließbar oder sogar mit einem Geruchsfilter ausgestattet sein.

 

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