Wie Sie einen Heizkörper richtig reinigen

Letztes Update: 19.09.20

 

In den meisten Häusern sind nach wie vor Heizkörper verbaut, auch wenn einige neue Häuser beispielsweise ausschließlich mit Fußbodenheizung beheizt werden. Wenn Sie Heizkörper in Ihren Räumen haben, sollten Sie wissen, wie häufig und wie sie richtig gereinigt werden, damit sie ordnungsgemäß funktionieren und die volle Wärmeleistung erreicht wird.

Im Folgenden verraten wir Ihnen, worauf Sie achten sollten und geben Ihnen einige Tipps, mit welchen Hilfsmitteln Sie Ihre Heizung ideal reinigen und von Staub befreien können. Insbesondere in Raucherhaushalten ist es sinnvoll, alle Heizkörper regelmäßig zu reinigen und sauber zu halten, denn Nikotin setzt sich im Laufe der Zeit fest und man bekommt es kaum mehr entfernt.

 

Warum man einen Heizkörper regelmäßig reinigen sollte

Jeder Heizkörper – unabhängig davon, ob Sie ein altes Modell haben oder einen Heizkörper Testsieger gekauft haben – sollte regelmäßig gereinigt werden, um die Effizienz und volle Heizleistung zu erhalten. Im Laufe der Zeit setzt sich Staub auf dem Heizkörper ab, der eine isolierende Wirkung entfaltet. Dadurch kann der Heizkörper nicht die volle Wärmeleistung entfalten.

Darüber hinaus kann sich Schmutz bei hohen Temperaturen sogar in den Lack einbrennen, so dass er praktisch nicht mehr zu reinigen ist. Eine regelmäßige Reinigung sorgt dafür, dass er immer sauber bleibt und wie neu aussieht, ohne dass Sie ihn nachlackieren müssen.

Frischer Staub, der sich auf dem Heizkörper abgesetzt hat, kann zudem aufgewirbelt werden und dadurch die Luftqualität verschlechtern. Heizungsluft an sich ist schon teilweise für die Atemwege nicht ideal, da die Luft sehr trocken werden kann. Kommt jedoch Staub dazu, reduziert sie sich zusätzlich noch weiter. Da sich im Staub zudem Feuchtigkeit binden kann, wird die Luft mitunter noch trockener als bei einem sauberen Heizkörper.

 

Wie häufig sollte ein Heizkörper gereinigt werden?

Als Faustformel geht man davon aus, dass ein Heizkörper innen und außen etwas einmal im Jahr gereinigt werden sollte. Am besten reinigt man ihn vor der Heizperiode, damit er effizient und zuverlässig arbeitet.

Der Schmutz, der sich über die Wintermonate hinweg auf dem Heizkörper ansammelt, kann dann zusätzlich nochmals über die Heizperiode hinweg weggewischt werden, denn die äußere Reinigung ist unkompliziert und schnell. Idealerweise führt man eine Komplettreinigung aber durch, wenn der Heizkörper ausgekühlt ist. Da dies in den Wintermonaten nur selten der Fall ist, macht die Reinigung vor der Heizperiode entsprechend mehr Sinn.

Während des normalen Hausputzes sollte man die Heizkörper nicht vergessen, damit sich Staub gar nicht erst auf dem Heizkörper festsetzen kann. Hierzu reicht ein Mikrofasertuch völlig aus, mit dem man kurz über den Heizkörper wischt. Unterm Strich kann man also sagen, dass die Komplettreinigung innen und außen etwa einmal jährlich erfolgen sollte, während die Außenreinigung in einem Intervall von etwa ein bis zwei Wochen durchgeführt werden kann.

Den Heizkörper von außen reinigen

Die Reinigung von außen, die regelmäßig erfolgen sollte, ist relativ unkompliziert. Hierzu können verschiedene Utensilien, Reinigungs- und Hilfsmittel verwendet werden. Nicht nur optisch, sondern auch für die Wahrung einer konstanten Heizleistung ist die Reinigung von außen wichtig. Im Folgenden verraten wir Ihnen, wie Sie den Heizkörper von außen richtig reinigen können.

Lauwarmes Wasser: Am einfachsten lässt sich ein Heizkörper von außen mit einem Mikrofasertuch und lauwarmem Wasser reinigen. Staub und Schmutz werden gut gebunden und lassen sich einfach abwischen. Empfehlenswert ist es, den Heizkörper im Anschluss an die feuchte Reinigung auch nochmals trocken abzuwischen, damit sich nicht direkt wieder Staub festsetzt.

Das auf dem Heizkörper in vielen Fällen aufliegende Gitter lässt sich in der Regel einfach abnehmen und unter warmem Wasser im Waschbecken oder unter der Dusche abwaschen. In den meisten Fällen ist es einfach nur aufgesteckt, manchmal muss zusätzlich eine kleine Halterungsschraube gelöst werden, bevor es sich abnehmen lässt. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung vollständig trocken ist, bevor Sie sie wieder auf den Heizkörper auflegen.

Spülmittel: Ergänzend kann man statt warmem Wasser auch sehr gut Spülwasser mit Spülmittel nutzen. So bekommt man fettige Ablagerungen und etwas hartnäckigeren Schmutz deutlich besser vom Heizkörper entfernt, als mit Wasser allein. Nach dem Abwischen mit Spülmittel sollte man den Heizkörper nochmals mit klarem Wasser abwaschen und abschließend trocken abwischen. So befreit man ihn von Staub, Schmutz und Seifenrückständen gleichermaßen.

Backofenspray: Mit Backofenspray lassen sich sehr hartnäckige Verschmutzungen sowie Fettablagerungen hervorragend reinigen. Dies ist insbesondere in der Küche häufig hilfreich, wenn vom Kochen Fettrückstände auf dem Heizkörper sind. Auf dem Backofenspray ist genau angegeben, wie es anzuwenden ist. Alternativ ist auch Glasreiniger für Kaminöfen gut für die Reinigung des Heizkörpers geeignet.

Heizkörperbürste: Mit einer Heizkörperbürste lassen sich Ablagerungen am Heizkörper relativ gut abschrubben. Sie ist sowohl für die innere Reinigung als auch für die Reinigung von außen sinnvoll, wobei man stets darauf achten sollte, dass man das Material nicht zerkratzt. Die Heizkörperbürste für die Außenreinigung sollte daher immer erst die letzte Wahl sein, wenn es hartnäckige Verschmutzungen gibt, die sich sonst nicht lösen lassen.

Dampfreiniger: Mit einem Dampfreiniger lässt sich die Heizung ebenfalls recht gut reinigen, wenn sie sehr hartnäckige Verschmutzungen aufweist. Da diese Art der Reinigung recht aufwändig ist, ist es nicht ganz so praktisch und in der Regel auch nicht wirklich notwendig. Nach der Reinigung mit dem Dampfreiniger sollten Sie die Heizung gut abtrocknen oder mit einem trockenen Tuch abwischen.  

Staubtuch: Mit einem Staubtuch kann man den Heizkörper gut von frei aufliegendem Staub befreien. Das Abstauben entfernt zwar keinen hartnäckigen Schmutz, sorgt aber dafür, dass der Heizkörper effizient arbeitet und keinen Staub in die Raumluft abgibt. Auch Röhrenheizkörper, die nicht verkleidet sind, lassen sich mit einem Staubwedel oder einem Staubtuch gut abwischen und reinigen. Ein Staubwischer mit einem langen Stiel kann auch durchaus gut für die Reinigung im Inneren genutzt werden.

 

Den Heizkörper innen reinigen

Auch von innen sollte der Heizkörper stets sauber sein, um ihn gut auf die Nutzung im Winter vorzubereiten. Viel Schmutz und Staub im Inneren macht die Heizungsluft qualitativ deutlich schlechter und die Heizung zudem ineffizienter. Das ordentliche Reinigen im Inneren sorgt unterm Strich also auch für eine Kostenersparnis. Welche Hilfsmittel für die Reinigung innen sinnvoll sind, haben wir im Folgenden für Sie kurz zusammengefasst.

Heizkörperbürste: Eine Heizkörperbürste kann je nach Aufbau nicht nur für die Außen-, sondern auch für die Innenreinigung genutzt werden. Modelle mit einem langen Stiel können durch die Heizrippen geführt werden und helfen dabei, den Staub im Inneren zu lösen und aufzunehmen. Hierfür eignet sich eine weiche Bürste am besten, denn sie bindet den Staub besser. Empfehlenswert ist es, während der Reinigung mit der Heizkörperbürste ein feuchtes Tuch unter den Heizkörper zu legen. Dadurch wird herunterfallender Staub besser gebunden und verteilt sich nicht im ganzen Raum.

Föhn: Insbesondere Stellen, die man mit dem Staubsauger und anderen Hilfsmitteln nicht gut erreicht, lassen sich auch gut mit einem Föhn reinigen. Zwar beseitigt man den Staub damit nicht direkt, aber man kann ihn gut vom Inneren des Heizkörpers weg bekommen.

Im Idealfall geht man so vor, dass man vor dem Einsatz des Föhns ein feuchtes Tuch unter den Heizkörper legt. Dieses fängt den Staub auf und bindet ihn. Anschließend kann man die obere Abdeckung abnehmen und den Föhn in die Öffnung halten. Der Staub und Schmutz im Inneren wird durch den Luftstrom gelöst und fällt nach unten auf das feuchte Tuch. Das Tuch wird dann anschließend einfach ausgewaschen.

Staubsauger: Ein Staubsauger ist hervorragend für die Innenreinigung geeignet. Allerdings brauchen Sie einen Aufsatz, mit dem sich enge Zwischenräume gut reinigen lassen. Hierfür kommen beispielsweise dünne Polsteraufsätze verwendet werden. Manche Heizkörper sind auch etwas breiter gebaut, so dass man mit dem Schlauch des Saugers hineinkommt. Dies ist aber eher selten der Fall. Je stärker die Saugleistung ist, desto besser lässt sich Staub auch mit ein wenig Abstand aufsaugen.

Profireinigung: Bei Heizkörpern, die nur schwer erreichbar sind, kann es gegebenenfalls auch empfehlenswert sein, einen Profi zu beauftragen, der den Heizkörper reinigt. Profis haben weitere Hilfsmittel, Werkzeuge und Tricks in der Hinterhand, mithilfe derer Heizkörper perfekt gereinigt werden können. In den meisten Städten gibt es entsprechende Dienstleister, die eine solche Reinigung übernehmen.

 

Fazit

Die Reinigung eines Heizkörpers ist mit einfachen Hausmitteln und Hilfsmitteln sowohl innen als auch außen relativ unkompliziert und bringt mehrere Vorteile mit sich:

+ Die Heizleistung bleibt konstant

+ Die Heizungsluft im Raum ist gesünder

+ Der Heizkörper sieht ordentlich und gepflegt aus

+ Die Luft wird nicht zusätzlich ausgetrocknet

Was die Häufigkeit der Reinigung angeht, können Sie sich an den folgenden Richtwerten orientieren:

* Die Innenreinigung müssen Sie nur einmal jährlich vor der Heizperiode durchführen

* Die Außenreinigung mit einem feuchten Tuch kann wöchentlich oder alle zwei Wochen erfolgen

 

 

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